Die Projekt
Die 5G-Strategie des Landes Brandenburg bildet den strategischen Rahmen für die Nutzung und Weiterentwicklung der Mobilfunktechnologie der fünften Generation sowie perspektivisch nachfolgender zellularer Technologien wie 6G. Ziel der Strategie ist es, die wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale von 5G systematisch zu erschließen und Brandenburg als zukunftsfähigen, innovationsorientierten Standort zu stärken.
Im Mittelpunkt steht dabei die Schaffung von Transparenz, Zugänglichkeit und Nutzungskompetenz rund um 5G-Technologien – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Wissenschaftseinrichtungen, Verwaltung und öffentliche Akteure.
Die 5G-Strategie wurde in einem breit angelegten, interaktiven Prozess mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung entwickelt zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg. Das Institut für Innovations- und Informationsmanagement (ifii) war an der Ausfertigung und Steuerung der Strategie als Projektbüro beteiligt.
Die Herausforderung
Brandenburg steht bei der Nutzung der technischen und wirtschaftlichen Potenziale von 5G vor besonderen strukturellen Herausforderungen. Dazu zählen ein vergleichsweise geringer Digitalisierungsgrad der Wirtschaft, eine kleinteilige Unternehmensstruktur sowie begrenzte Ressourcen insbesondere in KMU. Gleichzeitig sind die Anforderungen an digitale Infrastrukturen, Konnektivität und Datennutzung hoch. Um den digitalen Reifegrad nachhaltig zu erhöhen, müssen Markteintritts- und Nutzungsbarrieren für 5G auf Angebots- und Nachfrageseite abgebaut werden. Hinzu kommt die Notwendigkeit, bestehende Strategien des Landes – etwa zur Künstlichen Intelligenz, Mobilität oder Industrieentwicklung – stärker miteinander zu verzahnen, um Synergien zu nutzen und Fragmentierung zu vermeiden.
Die Lösung
Die 5G-Strategie des Landes Brandenburg adressiert diese Herausforderungen mit einem integrierten, aufeinander aufbauenden Zielsystem, das sowohl Informationsdefizite als auch strukturelle Hemmnisse abbaut. Unternehmen sollen zielgruppengerechte, verständliche Informationen über 5G-Technologien und deren Anwendungsmöglichkeiten erhalten, um einen frühen Einstieg in die Nutzung zu ermöglichen. Steigt die Nachfrage nach 5G-Anwendungen, entstehen zugleich Anreize für Anbieter von Netzkomponenten, Software, Integrations- und Servicedienstleistungen, entsprechende Lösungen zu entwickeln. Damit leistet die Strategie einen Beitrag zur Stärkung regionaler Wertschöpfung, zur digitalen Souveränität und zur Schließung von Angebotslücken, die sich aus veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen ergeben.
Im Fokus standen dabei:
- Abbau von Markteintrittsbarrieren durch bessere Information der Unternehmen über 5G-Potenziale
- Schaffung von Transparenz über relevante Marktentwicklungen
- Ausbau notwendiger Infrastrukturen und Vernetzung relevanter Akteure
- Förderung von Innovation durch Testumgebungen und Best Practices
- Zentrale Koordination von Fördermöglichkeiten
- Stärkung von Innovationsfähigkeit, Standortattraktivität und digitaler Souveränität
Die 5G-Strategie basiert auf einer fundierten Analysephase mit Experteninterviews, Stakeholder-Workshops und Vor-Ort-Begehungen, ergänzt durch die Auswertung bestehender Strategien sowie den Austausch mit Arbeitsgruppen auf Bundes- und Landesebene. Die Ergebnisse wurden in einer SWOT-Analyse zusammengeführt, um konkrete Handlungsbedarfe abzuleiten, die die regionalen Besonderheiten Brandenburgs berücksichtigen.
Damit bildet die 5G-Strategie eine zentrale Grundlage für politische Entscheidungen, Fördermaßnahmen und Innovationsprojekte und schafft Orientierung für die zukünftige Nutzung von 5G und darüber hinausgehenden Mobilfunktechnologien im Land Brandenburg.
Die 5G-Strategie kann auf der Website des Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg heruntergeladen werden.







